Projektauswahl

Jahr
Art des Projekts:
Kategorie
alle Projekte    Projekt-Nr:11393   « vorheriges Projekt  -  nächstes Projekt »

Armomat

Multi-Safe CU 375 

Armomat, 2019, 173 x 100 x 100 cm (links); Multi-Safe CU 375, 2019, 93 x 55 x 9 cm (rechts), Ausstellungsansicht HFBK Hamburg; Foto: Andreas Hopfgarten
Multi-Safe CU 375, 2019, 93 x 55 x 9 cm; Foto: Andreas Hopfgarten
Armomat, 2019, 173 x 100 x 100 cm, Detail; Foto: Andreas Hopfgarten
Armomat, 2019, 173 x 100 x 100 cm, Detail; Foto: Andreas Hopfgarten
Armomat, 2019, 173 x 100 x 100 cm; Foto: Tim Albrecht
Armomat, 2019, 173 x 100 x 100 cm; Foto: Tim Albrecht
Meine Arbeiten verbindet die Untersuchung zwischenmenschlicher Verhältnisse mit der Erkundung des menschlichen Körpers. Care work, Medizin und die Ambivalenz zwischen heimlich und unheimlich stehen im Fokus.

Der Armomat bietet eine nicht-menschliche Umarmung. Es ist eine von mir gebaute Maschine, die eine Behandlung, einen Service mit professionell klinischer Distanz anbietet. Die Ästhetik des Gebastelten erinnert an die hug box von Temple Grandin. Das Narrativ des von mir geschaffenen Angebots unterscheidet sich dabei von dem Temple Grandins, die eine Behandlung außerhalb der Pharmazie für sich und andere Menschen mit Autismus geschaffen hat. Die Qualität zwischenmenschlicher Intimität wird hinterfragt und zugleich kann das Erlebnis des maschinellen Umarmens und Streichelns als angenehme Intimität oder unangenehme Grenzüberschreitung wahrgenommen werden. Das nach Benutzung automatisch weiterlaufende Liegenpapier stapelt sich auf der Rückseite der Maschine immer höher. Festgehalten werden die Abdrücke der Personen und die geleistete Fließbandarbeit. Existiert die individuelle Begegnung zwischen Mensch und Maschine in dem automatischen Programm? Der Armomat bietet eine technische Lösung für durch Technik verursachte Entfremdung. Zwischen Dystopie und Utopie, zwischen care robots und Kuschelpartys.

Multi-Safe CU 375 stellt eine 25-fache Vergrößerung der gleichnamigen Kupferspirale der Firma EurimPharm Arzneimittel GmbH dar. Die Kupferspirale in den sichtbaren Diskurs zu bringen, entraubt sie ihrer Qualität, im Geheimen benutzt zu werden. Der Ausstellungsraum wird zur Gebärmutter, in die die Kupferspirale gewaltsam wie ein Anker eindringt. Wer erobert, wer geht an Land? Hugs are not gendered, but care work is.
Künstlerische Bachelor-Arbeit, 2019
Künstler/in:
Marthe Fock
Lehramtsstudium an der HFBK seit 2014
Abschluss 2019
Betreuung HFBK:
Prof. Simon Denny, Prof. Dr. Astrid Mania, Prof. Dr. Marcus Ray Recht
Studienschwerpunkt:
Zeitbezogene Medien
Kategorie:
Zeitbezogene Medien > Sonstiges
Performance > Aktion
Installation > Sonstiges