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Abschlussprojekt 2018

 

Präsentation aus sechs Tischen mit Zeichnungen, Malereien und Lötbildern, 2018; Foto: Stephan Vavra
Sich aufrollen; Betroffener mit toter Gans; Die linke und die rechte Seite miteinander vereinen; Von liebem Wuchs, alle 2018 (v.l.n.r.); Foto: Stephan Vavra
Buckel 2; Wursthand; Gott lenkt, alle 2018 (v.l.n.r.); Foto: Stephan Vavra
Buckel 3; Kraterbesichtigung; Jemanden schwer im Hinterkopf behalten, alle 2018 (v.l.n.r.); Foto: Stephan Vavra
Orientierung von unten; Hilfe beim Halten der Fahne durch Körpereinsatz; Das steife Hemd stärken, alle 2018 (v.l.n.r.); Foto: Stephan Vavra
Imitation einer einsamen Palme, 2018; Foto: Stephan Vavra
Wie imitiert man eine einsame Palme? Am besten stellt man sich allein auf einen Sandhaufen fernab von jeglicher Zivilisation. Mit durchgestreckten Beinen und fest am Körper anliegenden Armen wartet man nun auf eine steife Brise, die die Haare steil nach oben wehen lässt. Wird in dieser Position für mehrere Stunden oder gar Tage verharrt, stellt sich irgendwann ganz von selbst das Gefühl von Einsamkeit ein, und ein verirrter Wanderer vermutet vielleicht aus der Ferne die Silhouette einer komisch gewachsenen Palme. Mit Einsamkeit wird in Kulturen und Gesellschaftsschichten ganz unterschiedlich umgegangen. Als weiterverbreiteter, milieuübergreifender Lösungsversuch gilt das Konsumieren von alkoholischen Getränken. Um technisch sinnvoller zum ausfüllenden Zustand des Rausches zu gelangen, eignen sich spezielle Tresen. Die in diesem Beispiel einsame Person hockt sich unter die Tresenplatte und steckt ihren Kopf durch ein gerade so passendes Loch. Der Hinterkopf liegt nun auf der Platte, während sich das Gesicht nach oben neigt. Ähnlich wie bei der Haarwäsche in einem Frisörstuhl. Nun werden die Becher maschinell an den Mund geführt und erst wieder abgesetzt, wenn der Becher ausgetrunken wurde. Dieser konzentrierte Vorgang kann dann beliebig oft wiederholt werden. Falls das technisch sinnvolle Trinken nicht wirkt oder von vornherein nicht in Frage kommt, dann empfiehlt sich ein klares Verhältnis zur Gesellschaft; die Desozialisierung! Man geht tief in den Wald, findet eine Bärenhöhle und erlegt den dort lebenden Bären. In der freigewordenen Höhle kann man nun alleine leben. Sollte es kalt werden, hat man einen hervorragenden Pelz.
Künstlerische Bachelor-Arbeit, 2018
Künstler/in:
Anne Döhr
Bachelor of Fine Arts an der HFBK seit 2012
Abschluss 2018
Betreuung HFBK:
Prof. Matt Mullican
Studienschwerpunkt:
Zeitbezogene Medien
Kategorie:
Zeitbezogene Medien > Sonstiges
Malerei > Zeichnung
Installation > Rauminstallation