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Abschlussprojekt 2018

 

Observation: Mülleimer-Sitzender, 2017 in Kopenhagen
Observation: Stromkasten-Trinker, 2017 in Hamburg
Intervention: Raucherbereich, 2018 in Hamburg, Tape, Sand, Pigmente, Raucher mit Utensilien
Intervention: Wartebereich, 2018 in Hamburg, Sitzkissen, Wartende
Der öffentliche Raum ist ein Raum, der von verschiedenen Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und mit verschiedenen Bedürfnissen, verschiedenen Vorstellungen von Ästhetik und verschiedenen Motiven genutzt wird. Dementsprechend wird er, sowie die Elemente in ihm, von jedem Benutzer auf seine ganz eigene Art und Weise interpretiert, genutzt und umgestaltet. Die alltägliche Umgestaltung des Gestalteten wird als Nicht Intentionales Design bezeichnet (Non Intentional Design – NID nach Uta Brandes, Michael Erlhoff). Nicht Intentionales Design im öffentlichen Raum ist eine natürliche Konsequenz daraus, dass viele verschiedene Nutzer sich denselben Raum teilen. Die Benutzer machen Gebrauch von dem Spielraum, den sie bei der Interpretation der Nutzung der vorhandenen Objekte und Orte vorfinden, um ihn an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen. In ihrer theoretischen Arbeit analysiert Maria Weis Qualitäten und Motive von NID im öffentlichen Raum in seinem vorhandenen Kontext. Welche Faktoren lösen Handlungen aus, die zu NID führen? Dazu werden Objekte unter geometrischen und räumlichen Gesichtspunkten untersucht und das Verhalten der Akteure und ihre soziale Interaktion in ihrem jeweiligen Kontext analysiert. Bei Nicht Intentionalem Design im öffentlichen Raum handelt es sich um ein Phänomen, das verschiedene Umstände oder Missstände sichtbar macht. Es kann als Kritik an der Gestaltung des öffentlichen Raumes gesehen werden, als eine aktive Mitgestaltung und Aneignung des öffentlichen Raumes. In ihrer praktischen Arbeit hat Maria Weis mit Hilfe von temporären Interventionen Nicht Intentionales Design im Gebäude der HFBK Hamburg sichtbar gemacht.
Künstlerische Bachelor-Arbeit, 2018
Künstler/in:
Maria Dorothea Weis
Bachelor of Fine Arts an der HFBK seit 2013
Abschluss 2018
Betreuung HFBK:
Prof. Jesko Fezer, Prof. Dr. Friedrich von Borries
Studienschwerpunkt:
Design
Kategorie:
Performance > Aktion
Design > Sonstiges