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Abschlussprojekt 2018

 

Nomadische Übungen, 2018, Veranstaltungsplakat Training 2 „Wohnen“; Foto: Maximilian Bartsch
Nomadische Übungen, 2018, Einführung für Teilnehmer; Foto: Maximilian Bartsch
Nomadische Übungen, 2018, Übung „Nomadisches Netzwerk“; Foto: Maximilian Bartsch
Nomadische Übungen, 2018, 2 Dokumentationsvideos, je 30 Min., Installationsansicht Absolventenausstellung HFBK Hamburg; Foto: Maximilian Bartsch
Kulturelle Unterrichtungstafeln
Kulturelle Unterrichtungstafeln „Memmingen“, „Rotis“, 2018, Installationsansicht Absolventenausstellung HFBK Hamburg; Foto: Maximilian Bartsch
Das flexible Arbeitsamt – Vermittlungsraum, 2018, Installationsansicht Absolventenausstellung HFBK Hamburg; Foto: Maximilian Bartsch
Das flexible Arbeitsamt – Vermittlungsraum, 2018, Detail; Foto: Maximilian Bartsch
Nomadische Übungen

Aufgrund zunehmender Katastrophen wird in den nächsten Jahrzehnten eine Nomadisierung der Menschen als Alternative zum konventionellen Bevölkerungsschutz notwendig. Als Vorbereitung auf dieses Zukunftsszenario initiiert Gruppe Praxis mehrfach stattfindende Trainings. Die Teilnehmer erfahren in verschiedenen Übungen, wie sie sich von einem Selbstverständnis der Sesshaftigkeit lösen und ihre nomadische Denkweise und Fähigkeiten stärken können.



Kulturelle Unterrichtungstafeln

siehe Abbildung 5



Das Flexible Arbeitsamt

Das Arbeitsamt ist die Schnittstelle zwischen dem Arbeitsmarkt und den Arbeitssuchenden. Die räumliche Gestaltung ergibt sich aus gesetzlichen Vorgaben und aus individuellen Erfahrungen. Dabei wird ein Zusammenhang zwischen den politischen Strukturen des Arbeitsamtes und der räumlichen Gestaltung deutlich. Gegenwärtige Funktionen teilen sich in Empfangs-, Warte-, Beratungs- und Vermittlungsbereich auf. Das Projekt der Gruppe Praxis bezieht sich unter anderem auf ein Zitat von Martin Wagner, welcher schon 1926 die Versteinerung der politischen Strukturen des Arbeitsamtes in einem Gebäude als Kernproblem herausgearbeitet hat und fordert, dass der Architekt das Wandlungsbedürfnis der politischen Strukturen mit einer flexiblen Architektur unterstützt. Auch die aktuellen Diskussionen um Hartz IV und das Grundeinkommen stellen das Arbeitsamt als Ort der Arbeitsvermittlung in Frage. Was kann mit einer Gestaltung erreicht werden, die flexibel gehalten ist und sich somit an sich wandelnde Strukturen anpasst oder diese sogar veranlasst? In einem Setting des Vermittlungsraums eines Arbeitsamts sind drei flexible Entwürfe zu finden. Ein Entwurf ist auf dem Desktop des Computers zu finden. In diesem Entwurf werden die Bereiche durch verschiedene Möbel repräsentiert, diese können in ihrer Größe expandieren oder Platz sparend klein gemacht werden. Der zweite Entwurf ist in Form einer internen Weisung beschrieben. Diese Form wird gewählt, um den Mitarbeiter*innen Veränderungen innerhalb des Arbeitsamtes zu vermitteln. In diesem Fall wird das Mobile Arbeitsamt vorgestellt, bestehend aus Containern, Stühlen, Schirmen und einem Gurtpfostensystem. Dieses Set kann an schon bestehende Strukturen wie den Wochenmarkt, Parkplatz oder Schulhof angegliedert werden. Im dritten Entwurf fällt die räumliche Gestaltung von Seiten des Arbeitsamts komplett weg. In Form einer Audioweisung wird den Mitarbeiter*innen erklärt, wie sich die räumliche Gestaltung aufgrund eines Hausbesuchs verändert. Der Entwurf soll austesten, welche Formen der Verwaltung in verschiedenen Systemen des Arbeitsamts möglich sind, und anregen, über eine neue räumliche Gestaltung bzw. Verortung nachzudenken, die das Wandlungsbedürfnis des Systems unterstützt.

Gruppenprojekt, 2018

Beteiligte:
Julian Bühler, Konstanze Eßmann, Johannes Schlüter
Betreuung HFBK:
Prof. Jesko Fezer, Prof. Dr. Friedrich von Borries
Studienschwerpunkt:
Design
Art des Projekts:
Master-Abschlussprojekt
Kategorie:
Design > Sonstiges