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Interwoven World

 

Interwoven World, 2018, Gewebe: Wolle, Hanf und Flachs, Detail; Fotos: Aurelia Bachmann
Interwoven World, 2018, Gewebe: Wolle, Hanf und Flachs, Detail; Fotos: Aurelia Bachmann
Interwoven World, 2018, Gewebe: Wolle, Hanf und Flachs, Detail; Fotos: Aurelia Bachmann
Interwoven World, 2018, Gewebe: Wolle, Hanf und Flachs, Detail; Fotos: Aurelia Bachmann
Interwoven World erforscht die textilen Traditionen und Entwicklungszentren neolithischer Geschichte. Von der Zeit geprägt, Methoden der wissenschaftlichen Recherche und einen persönlichen Interpretationsprozess kombinierend, stellt es einen Kommentar zu historischen Strömungen und Chronologien dar. Indem es eine Debatte über die Interpretation von Information und Daten entfacht, existiert es als ein Werkzeug, doch nicht unbedingt als eine Wahrheit.

Es ist eine Hommage an das Weben selbst; gewoben mit Aufmerksamkeit auf Innovation und Kommunikation, zugleich die Geschichte und kulturelle Relevanz des Handwerks respektierend und lernend. Der von Informationen durchwirkte Stoff kann durch Berührung und Blicke gelesen werden und verwebt neue Informationsstränge und Sätze einer sich ständig weiterentwickelnden Sprache.

Das Gewebe ist ein Datennetz. Als Resultat eines Forschungsprozesses rahmt es textile Geschichte und präsentiert sie als ein Artefakt von Artefakten. In den Bereichen, in welchen sich die Farben mischen, überlagern und verflechten sich historisch bedeutende Ereignisse. Durch Variablen wie Technik, Material sowie ökonomische und soziale Strukturen können vier Hauptentwicklungszonen skizziert werden.

Verbunden, verknotet, verwoben zeigt der Stoff historische Verläufe und umfasst menschliche Aktivität und Interaktion. Der Teppich ist ein Fenster in die Zeit, vom prähistorischen Niltal über Mesopotamien bis nach Mitteleuropa und die nördlichen Steppen des Kaukasus. Seine Ebenen von Daten und Information können nun durch seine Materialität und Farben gelesen werden. Doch genau wie die Artefakte, welche mit der Textilforschung verbunden sind, bleibt er ohne seinen Kontext ein Rätsel.
Künstlerische Bachelor-Arbeit, 2018
Künstler/in:
Felizia Berchtold
Bachelor of Fine Arts an der HFBK seit 2014
Abschluss 2018
Betreuung HFBK:
Prof. Julia Lohmann, Prof. Ralph Sommer
Studienschwerpunkt:
Design
Kategorie:
Design > Sonstiges