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flixable

 

flixable (28.6), 2018, Polyurethan, Polylactide, Schraube, Tinte, Silikongel, lasergeschnittenes Leder, Kunststoff, 4-teilig, je 21 x 35 x 8 cm, Ausstellungsansicht
flixable (28.6), 2018, Polyurethan, Polylactide, Schraube, Tinte, Silikongel, lasergeschnittenes Leder, Kunststoff, 4-teilig, je 21 x 35 x 8 cm, Detail
flixable (28.6), 2018, Polyurethan, Polylactide, Schraube, Tinte, Silikongel, lasergeschnittenes Leder, Kunststoff, 4-teilig, je 21 x 35 x 8 cm, Detail
flixable (14.7), 2018, Polyurethane, Schraube, Messing, Tinte, 2-teilig, je 21 x 35 x 8 cm, Ausstellungsansicht
flixable (14.7), 2018, Polyurethane, Schraube, Messing, Tinte, 2-teilig je 21 x 35 x 8 cm, Detail
In meinen Arbeiten erkunde ich das Terrain der Interkonnektivität von Objekten des Alltags, der industriellen Massenproduktion und dem Menschen. Mich interessiert, wie Menschen Objekte verstehen und darauf reagieren und wie Objekte bei Menschen auch physische und emotionale Reaktionen hervorrufen können. Die Objekte, die ich produziere und reproduziere, sind zunächst lediglich Gegenstände, die keinen Wert über ihre Funktion und ihr Material hinaus besitzen. Aber wenn Menschen im Alltag diese Objekte mit ihrer Individualität und ihrem persönlichen Wert füllen, werden sie immer interessanter. Solange der Klapptisch sich in perfekter Position befindet, vermittelt dies uns einen Eindruck von Stabilität (weswegen wir auch ohne nachzudenken den heißen Kaffee darauf abstellen). Wenn sich der Klapptisch hingegen zu weit nach unten neigt (weil vielleicht die Person im Sitz vor uns die Rückenlehne nach hinten verstellt hat), vermittelt dies den Eindruck von Instabilität und kann sogar zu Momenten der Angst und der Panik führen, wenn der heiße Kaffee nun droht, uns den Schoß zu verbrühen. In der Welt werden alle Objekte, die uns umgeben, durch eine bestimmte Funktion bzw. ein ästhetisches Ideal gestaltet. Ich nehme diese Alltagsgegenstände und positioniere sie in der Ausstellung in einem neuen Kontext. Damit beabsichtige ich, dem Betrachter selbst bewusst zu machen, dass er diesen Alltagsobjekten einen Sinn für Persönlichkeit und Emotionalität und immateriellen Wert gibt. Ich habe mich hierbei ein Stück weit von Donald Judds Arbeiten inspirieren lassen. Während Judd allerdings die Bestandteile seiner Arbeiten in der Fabrik hat fertigen lassen und damit für die industrielle Massenproduktion der 1970er Jahre steht, habe ich meine Arbeiten mithilfe der Digitaltechnik zu Hause oder in kleinen Werkstätten gefertigt. Dies ist nicht nur repräsentativ für die wachsende Bedeutung neuer digitalisierter Fertigungstechniken in der Industrieproduktion, sondern diese Produktionsweise hat auch bereits Eingang in die Bildhauerei gefunden.
Künstlerische Bachelor-Arbeit, 2018
Künstler/in:
Jaewon Kim
Bachelor of Fine Arts an der HFBK seit 2014
Abschluss 2018
Betreuung HFBK:
Prof. Thomas Demand, Prof. Dr. Astrid Mania
Studienschwerpunkt:
Bildhauerei
Kategorie:
Installation > Rauminstallation
Bildhauerei > Plastik
Bildhauerei > Objekt