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Inselwerk – Der Sturm

 

Sophie Henriette Barniske »Inselwerk – Der Sturm«, 2008, Raumansicht
Das Inselwerk fragt nicht nach einem Werkbegriff der Kunst. Gemeint ist vielmehr das Werken, die Arbeit und der mechanische Aspekt, die Übersetzung von Assoziationen zur Insel in ein Spielwerk, das den Betrachter zum Agieren auffordert. Die Maschine soll ihm erlauben, seine Vorstellungen von der einsamen Insel am Modell mit anderen zu kommunizieren und durch das Einlegen einer eigenen Patrize auf der Bühne weiterzuspinnen. In Shakespeares »Sturm« fehlen nicht ohne Grund alle detaillierten Beschreibungen einer Insellandschaft. Wichtig ist allein die Interaktion in den zusammengewürfelten Gruppen, die da angeschwemmt sind. Die Spielfläche ist vom mechanischen Teil visuell klar getrennt. Sie ist wie die Patrize austauschbar. Die Deckplatte könnte genauso gut durch ein Wasserbecken ersetzt werden und die Tribünen durch Boote. Die mechanische Basis des Inselwerks ist das einzige unveränderliche Herzstück. Selbst die Podesterie kann neu entworfen werden. So kann das Inselwerk die Funktion einer ständigen Einrichtung einnehmen, die im Turnus immer wieder neu bespielt wird, bis hin zur bildnerischen Diskussion aktueller Ereignisse.
Diplomprojekt, 2008
Künstler/in:
Sophie Henriette Barniske
Diplomstudium an der HFBK seit 2002
Abschluss 2008
Studienschwerpunkt:
Bühnenraum
Kategorie:
Bühnenraum > Sonstiges