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musée double

 

Sophie Oldenbourg, »musée double«, Doppelprojektion, HDV, 16 Min.; Videostill
Ausgangspunkt für die Arbeit »musée double« ist die belgische Kolonialgeschichte in Zusammenhang mit den Weltausstellungen 1897 und 1958 in Brüssel. In einer losen Szenenfolge wird die sich verschiebende Perspektive auf die Vergangenheit, der Blick einer Gesellschaft auf sich selbst und andere umkreist. Als Rahmeninformation werden Zitate in Form von Texttafeln aus den Beschriftungen im Königlichen Museum für Zentralafrika eingeblendet. Die Odyssee eines Elefanten, der im Kongo für die Expo ’58 in Brüssel erlegt und ausgestopft wurde, legt die erste Verbindung zwischen den drei Themensträngen.

In dem Museum bei Brüssel spielen sich außerdem mehrere inszenierte Episoden ab. Ein Besucherpaar deutet auf sehr eigentümliche, humorige Weise die Szenarios in den Dioramen mit ausgestopften Tieren. Eine andere Szene findet im 25. Stock eines Hochhauses in Brüssel statt, von dem aus man das Atomium sehen kann. Auf einer nachmittäglichen Party kommt das Gerücht auf, der ehemalige kongolesische Diktator Mobutu habe weiter unten im selben Haus gewohnt. Daraufhin suchen die Partybesucher im Internet nach Informationen über Mobutu.

In allen drei Fällen ist die Geschichte nur in Fragmenten anwesend. Die Abhängigkeit vom Blickwinkel ihres Schreibers/Erzählers und ebenso ihres Rezipienten wird hervorgehoben, unterschiedliche Blickrichtungen nebeneinandergestellt.
Diplomprojekt, 2008
Künstler/in:
Sophie Oldenbourg
Diplomstudium an der HFBK seit 2002
Abschluss 2008
Studienschwerpunkt:
Zeitbezogene Medien
Kategorie:
Zeitbezogene Medien > Sonstiges
Installation > Videoinstallation
Film > Dokumentarfilm