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Singularität

 

Singularität (Belichtungszeit: 0,3 Sek.), 2016, 125 x 125 x 5 cm, Acryl, Stahl, seriell adressierbare LEDs
Singularität (Belichtungszeit: 0,02 Sek.), 2016, 125 x 125 x 5 cm, Acryl, Stahl, seriell adressierbare LEDs
Computerprogramm zur Bildtransformation
Meine Abschlussarbeit „Singularität“ besteht aus einem computergesteuerten LED Display, auf dem ein Bild angezeigt wird. Zu sehen ist ein computergeneriertes menschliches Gesicht. Anders als herkömmliche Bilder zeigt sich dieses dem Beobachter jedoch nicht durch Farben oder Helligkeit, sondern es nutzt die Zeit als Medium. Dazu werden die 1024 einzelnen LEDs in verschiedenen Frequenzen ein- und ausgeschaltet. Die Bildinformation steckt folglich in Zeitunterschieden. Das Bildmotiv wird für den Betrachter also im Verlauf der Zeit durch die Zeit selbst sichtbar. Das Bild auf dem Display kann man jedoch nicht fotografieren, weil die Fotografie die Zeitkomponente in Form der Veränderung nicht abbilden kann. Bei kurzer Belichtungszeit entstehen zufällige Leuchtmuster. Bei längerer Belichtungszeit eine homogene weiße Lichtfläche. Das Bild lässt sich fotografisch nicht abbilden, da es direkt für die menschlich bewusste Echtzeit Wahrnehmung optimiert wurde.

„Singularität“ ist für mich ein wichtiges Resultat meiner langjährigen Beschäftigung mit künstlicher Intelligenz, digitalen Systemen und der Frage, wie Bewusstsein in biologischen und künstlichen datenverarbeitenden Systemen (Mensch/Maschine) entstehen kann.
Diplomprojekt, 2016
Künstler/in:
Martin Malich (D)
Diplomstudium an der HFBK seit 2006
Abschluss 2016
Website: http://www.martinmalich.com
Betreuung HFBK:
Prof. Dr. Stefan Sasse, Prof. Ralph Sommer
Studienschwerpunkt:
Design
Kategorie:
Installation > Lichtinstallation
Fotografie > Fotodokumentation
Design > Designgeschichte und -theorie