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Kohlefaser und div. Materialien, Installationsansicht

Die Angel impliziert in ihrer Eigenschaft als Gerät, dazu da zu sein, benutzt zu werden. Sie überbrückt die Distanz zwischen dem Angler an Land und dem Fisch im Wasser. Durch die Verwendung der Armverlängerung werden die beiden Elemente miteinander verbunden und der Angler und der Fisch treten über den Köder in Kontakt. Angenommen, ein Fisch erkennt die Qualität der Köderfliege (vorausgesetzt ein Meister unter den Fliegenbindern hat es vollbracht, dem Köder diese Qualität einzuhauchen) – was geschieht nun? Beißt dieser Fisch an oder eben gerade nicht? Vermutlich wird er nicht anbeißen, denn die Qualität der Fliege zu erkennen bedeutet auch, sie nicht nur zur Triebregulation zu benutzen. Der Augenblick, in dem der Fisch die Qualität der Fliege erkennt, ist für den Wurfangler, welcher seine Fähigkeiten im Fliegenwerfen voll entfalten konnte, der Augenblick, in dem er vermutlich gerne auf den Drill verzichtet. Der Künstler unter den Fliegenfischern hat hier seine Bestimmung gefunden.

In dem Moment, in dem ein Fisch anbeißt, ist sowohl die Qualität des Wurfes als auch die Qualität des Köders hinfällig. Was noch bleibt, ist der Drill, die Interaktion zwischen Angler und Fisch. Ein ungleiches Kräftemessen macht es hier für den Fisch nahezu unmöglich, sich zu behaupten. Doch er kann hoffen, denn das Fliegenfischen hat sich von seinem ursprünglichen Zweck emanzipiert.
Künstlerische Bachelor-Arbeit, 2015
Künstler/in:
Laura Sigrüner
Bachelor of Fine Arts an der HFBK seit 2010
Abschluss 2015
Betreuung HFBK:
Prof. Pia Stadtbäumer, Prof. Heike Mutter
Studienschwerpunkt:
Bildhauerei
Kategorie:
Installation > Rauminstallation
Bildhauerei > Objekt