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Verästelte Erinnerungen

 

In meiner Arbeit setze ich mich mit Gegensätzen auseinander: klassische Fotografie (angedeutet durch Barytabzug) versus digitale Fotografie (Fotokopien), Einzigartigkeit gegenüber Massenvervielfältigung.

Dies drückt sich auch in der Auswahl der Art der Hängung aus, bei der zum einen Fotos klassisch im Rahmen und mit Passepartout an der Wand aufgehängt, andere direkt mit Kleister auf die Wand aufgetragen wurden. Dabei vermeide ich eine ständige Wiederholung von Bildmotiven (Rapport), wie sie zum Beispiel Tapeten aufweisen.

Auch in der inhaltlichen Gestaltung meiner Bilder spiele ich mit Gegensätzen, insbesondere mit unterschiedlichen Räumlichkeiten innerhalb der Fotos. Während sich die massenhaft vervielfältigten Baum/Ast-Bilder durch gewählte Ausschnitte und große Kontrastierung abstrakt darstellen und durch diese methodischen Elemente kaum Räumlichkeit entsteht, geben die in der größeren Totale aufgenommenen Einzelbilder eine Räumlichkeit wieder, die etwas Erzählerisches erzeugt.

Als ein weiteres Element erarbeitete ich ein 17,6 Meter langes Leporello. In ihm wurden die Sätze von Briefen Linien-gleich angeordnet. In ihrer Form überlappen sich Schrift-Linien, kommen von rechts-oben oder links-oben und verhalten sich in ihrer Vernetzung ähnlichen den Ästen der Bäume auf dem Wandbild. Die (Un-)Lesbarkeit oder das zumindest schwer gleich Ersichtliche des Buches bzw. der Briefe, die außerdem in einer anderen Sprache verfasst sind, findet sich ebenfalls in dem Wandbild wider.

Master-Abschlussprojekt, 2013
Künstler/in:
Paula Estrada Quintero (Kolumbien)
() Kolumbien )
Master of Fine Arts an der HFBK seit 2009
Abschluss 2013
Betreuung HFBK:
Prof. Silke Grossmann, Prof. Dr. Michael Diers
Studienschwerpunkt:
Grafik/Typografie/Fotografie
Kategorie:
Grafik > Buch/Publikation
Fotografie > Fotoinstallation
Fotografie > Fotoarbeit