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Der verrückte Trampelpfad

 

Steffen Plorin, »Der verrückte Trampelpfad«, 2012, Tisch, Tischdecke, Screen, Glasschüsseln, Gläser, Flaschen, Plastikbecher, Süßigkeiten , 150 × 110 × 85 cm
Steffen Plorin, Master-Ausstellung, Installationsansicht
Steffen Plorin, »Der verrückte Trampelpfad«, 2012, Tisch, Tischdecke, Screen, Glasschüsseln, Gläser, Flaschen, Plastikbecher, Süßigkeiten , 150 × 110 × 85 cm
Steffen Plorin, »Damokleskanister«, 2012, Gerüst, Stahlseil, Kanister, Tropfapparaturen, Gips, Folie, Wasser, 7 × 1,1 × 1 m
In meiner künstlerischen Arbeit beschäftige ich mich vornehmlich mit dem Phänomen des Trampelpfades. Derartige Wege gibt es überall in der Stadt und auf dem Land. Vorgeschriebene Wege werden hinterfragt oder ignoriert. Die Themen Pragmatik in der Fortbewegung und das Brechen von normierten Regeln und Ordnungen finden sich in Trampelpfaden wieder.

Insbesondere der Wunsch nach schnellen Abkürzungen hat eine Umgestaltung der Stadttopologie zur Folge. So besteht die generelle Logik eines Trampelpfades darin, sich entweder als Kurve oder als eine Gerade durch einen Ort zu erstrecken. Dabei lotet der

Trampelpfad die Pole von Raum und Zeit aus, da der Weg einerseits neue Räume schafft und andererseits einen langfristigen Entstehungsprozess, aber gleichsam auch eine kurzzeitige Nutzung impliziert.

Diesen dynamischen Prozess, Wege vorzufinden, aber die eigenen selbst zu bestimmen, habe ich unter anderem in die Videoinstallation Der verrückte Trampelpfad übersetzt. Sie beruht auf dem Gesellschaftsspiel Das verrückte Labyrinth, dessen Original-Spielplan mit Trampelpfaden versehen wurde. Im einzelnen, fragmentarischen Pfad liegt bereits die Zuschreibung einer Abkürzung, die sich in Relation zu den Spielkarten ausbreitet. Folglich ist es das Ziel der Spieler, bestimmte Trampelpfade zu erreichen und an ihren Ausgangspunkt zurückzukehren, indem der Weg durch das Verschieben einer Wegreihe zugunsten der eigenen verändert wird. Entsprechend entstehen ständig neue topologische Muster, die kein endgültiges Resultat zulassen.
Master-Abschlussprojekt, 2012
Künstler/in:
Steffen Plorin
Master of Education an der HFBK seit 2010
Abschluss 2012
Website: http://www.herrplorin.com
Betreuung HFBK:
Prof. Michaela Melián, Prof. Dr. Matthias Lehnhardt
Studienschwerpunkt:
Zeitbezogene Medien
Kategorie:
Zeitbezogene Medien > Video
Installation > Videoinstallation
Bildhauerei > Sonstiges