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Denk mal

 

Denk mal
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Ideenskizze
Denk mal
In meiner Diplomarbeit habe ich mich mit der Umnutzung von Industrieflächen als Coworking space und der akustischen und visuellen Abschottung in Großraumbüros beschäftigt.

Büroarbeit findet heutzutage vermehrt in Großraumbüros statt. Die Gründe dafür sind unter anderem die kurzen Kommunikationswege und die flexible Raumnutzung. Neue Formen der Arbeitsplatzteilung, wie Coworking spaces, in denen Selbstständige sich flexibel einen Schreibtisch mieten können verbreiten sich immer mehr. Als Räume für diese Coworking spaces werden häufig alte Industrieflächen genutzt. Die Flächen werden meist nur grob umgebaut, das heißt akustische Maßnahmen, wie Akustikdecken, Wandpaneele, Teppich, etc. werden kaum getroffen, was dazu führt, dass der Schall an den harten Oberflächen immer wieder reflektiert wird.

Nicht nur die Akustik beeinträchtigt die Arbeitsmotivation und - einstellung, sondern auch die Arbeitsumgebung. In Zeiten in denen die Reizüberflutung zunimmt und Büroarbeit zum größten Teil aus Kommunikation besteht wird es immer wichtiger, dass auch Rückzugsorte existieren.

Ziel meiner Arbeit war es eine Abschottung zu entwickeln, die folgende Kriterien berücksichtigt:

- leichte Anbringung, ohne große Eingriffe in den Bestand

- flexible Einsatzmöglichkeit ohne den Raum zu "zerteilen"

- das Schaffen von verschiedenen Arbeitssituationen

- geschickter und kostenbewusster Einsatz des Materials

Das Denk mal schafft einen Raum im Raum. Man kann sich flexibel von seiner Umgebung abschotten um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Gerade in der flexiblen Nutzung und dadurch, dass es keinen Stellplatz einnimmt, entspricht es den heutigen Anforderungen an einen Büroraum. Die Aufhängung benötigt nur eine Bohrung. Als schallabsorbierendes Material wurde ein Akustikfilz verwendet, der 80% des Schalls absorbiert, unabhängig davon auf welcher Höhe das Denk mal sich befindet. Hängt Denk mal oben, trägt es zur Verbesserung der Raumakustik bei, zieht man es nach unten, bietet es einen Rückzugsort und dämpft die eigene Stimme. In den Filz sind quer Kohlefaserstäbe eingewebt, die zur Stabilität beitragen. Gleichzeitig lässt sich durch das Öffnen des Reißverschlusses das Denk mal leicht und platzsparend für den Transport oder zum Verstauen einrollen. Durch den Einsatz des Reißverschlusses ist es möglich mehrere Module zu verbinden und so beispielsweise einen Gruppentisch abzuschotten. Die Höhenverstellung ist manuell durch ein Gegengewicht geregelt.
Diplomprojekt, 2012
Künstler/in:
Ina-Marie von Mohl
Diplomstudium an der HFBK seit 2005
Abschluss 2012
Website: http://www.inamariemohl.com
Betreuung HFBK:
Prof. Glen Oliver Löw, Prof. Lutz Pankow
Studienschwerpunkt:
Design
Kategorie:
Design > Produktdesign