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Momentum

 

Momentum, 2009, Sockel mit zehn Objekten, MDF, Plexiglas
Momentum, 2009, Sockel mit zehn Objekten, MDF, Plexiglas
Momentum, 2009, Sockel mit zehn Objekten, MDF, Plexiglas
Sonja Vohland beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Räumlichkeit, die minimal angedeutet erst durch die Imagination des Betrachters entsteht. Dieses Anliegen wird in ihrer Abschlussarbeit auf drei Ebenen verhandelt: skulptural, zeichnerisch und in Form einer raumbezogenen Bodenarbeit. In den Objekten und Zeichnungen wird mit wenigen Linien Raum angedeutet. In der Vorstellung des Rezipienten bilden sich zwischen diesen Linien Flächen, die dann eine Suggestion von Räumlichkeit ergeben. Die Objekte und Zeichnungen sind so angelegt, dass ein Changieren zwischen Fläche und Raum entsteht. Durch die hinzugefügte Raumecke der Bodenarbeit wird der reale Raum erweitert. Ihre Arbeiten erfordern eine formale Strenge. Diese schafft den Raum, um im Akt der Betrachtung die Subjektivität des Rezipienten öffnen zu können : Über die Suggestion von Räumlichkeit wird zugleich das Sehen des Rezipienten thematisiert. Der Rezipient wird in die Realisierung der Arbeit einbezogen. Doch die in der Imagination entstehende Räumlichkeit ist weder eindeutig noch von Dauer. Die Sichtbarkeit der Räumlichkeit ist fragil und unterliegt der Vergänglichkeit. Sie entwickelt in der Betrachtung eine Eigendynamik – Raum als Momentum.
Examensarbeit, 2009
Künstler/in:
Sonja Vohland
Lehramtsstudium an der HFBK seit 1999
Abschluss 2009
Betreuung HFBK:
Prof. Franz Erhardt Walther, Ute Janssen
Studienschwerpunkt:
Bildhauerei
Kategorie:
Bildhauerei > Objekt