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Die Lichtmaschine

 

Die Lichtmaschine, 2008/2009, Rauminstallation, diverse Projektionen, Apparaturen und grobe Mechanik, 95 m², Ausstellungsansicht
Die Lichtmaschine, 2008/2009, Rauminstallation, diverse Projektionen, Apparaturen und grobe Mechanik, 95 m², Ausstellungsansicht
Die Lichtmaschine, 2008/2009, Rauminstallation, diverse Projektionen, Apparaturen und grobe Mechanik, 95 m², Ausstellungsansicht
Die Lichtmaschine wirft Fragen auf zur Wahrnehmung von Raum. Sie ist eine begehbare, ortsspezifische Film- und Rauminstallation, eine Synthese aus unterschiedlichsten Apparaten, den von ihnen projizierten Bildern und dem sie umgebenden Raum. Es war das Konzept des Projektes, sich prozesshaft in einem vorher klar definierten zeitlichen Rahmen mit dem Raum auseinanderzusetzen. Alle Bestandteile entwickelten sich an Ort und Stelle. Es wurde nichts vorproduziert. Die Lichtmaschine wuchs und veränderte sich von Tag zu Tag. Im Entstehungsprozess wurden die Elemente zur Interaktion gebracht. Wechselseitig beeinflussten und veränderten sie einander. Ausgangspunkt war der Ort selbst. Unterschiedliche Bildprojektoren und grobe Mechanik verwuchsen zu Apparaturen, die sich sukzessive der Struktur der Räumlichkeit angepasst haben. Die projizierten Motive setzten sich aus verfremdeten Bestandteilen der Apparaturen zusammen, entweder als collagierte Animation, Live-Videoelement, als Schattenwurf oder als Film- und Diaprojektion. Über die Wände und die Decke sind so freskenhafte Fragmente gelegt, die sich auf der Grenze zwischen Film und Bild bewegen. Je weiter der Aufbau fortschritt, desto komplexer wurden die Bilder und desto stärker veränderte sich der Raum. Sobald sich Menschen in die Lichtmaschine begeben, sind sie unmittelbar involviert und Teil des Ganzen. Projektionselemente verknüpfen sich assoziativ beim Betrachten. Gleichzeitig ver- und enthüllen Anwesende die Elemente der Projektion, durchschneiden den Raum und legen dadurch beständig rezessivere Teile der Raumprojektion frei. Je mehr Betrachter da sind, desto weniger ist zu sehen. Der Raum insgesamt und die projizierenden Apparate, die oft nur als Mittel für die Kunst eingesetzt werden, sind selbst Teile der künstlerischen Arbeit. Was ansonsten versteckt wird, um die Illusion nicht zu stören, rückt in den Vordergrund.

Gruppenprojekt, 2008/2009

Beteiligte:
Jonas Alsleben, Carl-John Hoffmann
Betreuung HFBK:
Prof. Gerd Roscher, Prof. Udo Engel
Studienschwerpunkt:
Film
Art des Projekts:
Diplomprojekt
Kategorie:
Installation > Rauminstallation
Film > Sonstiges