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o. T.

 

Villa, 2008, Öl auf Leinwand, 160 × 200 cm
Bright Cold Day, 2008-2009, Öl auf Leinwand, 170 x 230 cm
Strand, 2008-2009, Öl auf Leinwand, 200 x 290 cm
Ruinen, leer stehende Industriebauten, still gelegte Freizeitparks. Der öffentliche Raum, den Willem Julius Müller als Hauptmotiv für seine Leinwandarbeiten wählt, wurde seit längerer Zeit nicht mehr instand gehalten. Auf Asphalt und Beton verdichtet sich Unkraut, verwilderte Hecken okkupieren den Bildraum. Menschen sind in den Bildern nicht zu sehen, Hauptgeschehen ist allein der unaufhaltsame Prozess einer sich ausbreitenden Vegetation. Eine Natur, deren wildes Wachsen als Triumph über menschliche Ordnungssysteme verstanden werden kann, deren enorme Stilisierung aber über das Sinnbild der Vergänglichkeit hinausweist, auf eine Dekonstruktion des Gegenständlichen und Beschäftigung mit Malerei. Die Verbildlichung von Verfallsprozessen erfolgt auf einer formalen Ebene. Weder Ausschnitt noch Perspektive lassen einen Bildmittelpunkt erkennen, in diesem von grell farbiger Vegetation dominierten Bildraum entstehen formale Bezüge zwischen den einzelnen aus dem Kontext herausgelösten Fragmenten. Das hohe Maß an Künstlichkeit erklärt sich aus dem Fehlen einer natürlichen Lichtquelle und dem stark heruntergekühlten Kolorit, das in flachen, stark deckenden Tönen die Stimmung einer mit Flutlicht ausgeleuchteten Szenerie vermittelt. (Elena Winkel)
Diplomprojekt, 2009
Künstler/in:
Willem Julius Müller
Diplomstudium an der HFBK seit 2003
Abschluss 2009
Betreuung HFBK:
Prof. Werner Büttner
Studienschwerpunkt:
Malerei/Zeichnen
Kategorie:
Malerei > Malerei