Projektauswahl

Jahr
Art des Projekts:
Kategorie
alle Projekte    Projekt-Nr:10239   « vorheriges Projekt  -  nächstes Projekt »

The Swinging Gallerist

 

The Swinging Gallerist, 2009, Video, Farbe, Loop, Podest: ca. 2 m × 2 m, Tisch mit 30 DIN-A4 s/w-Kopien, Tribüne ca. 2 m breit und 1,50 m hoch, Raumansicht
The Swinging Gallerist, 2009, Video, Farbe, Loop, Podest: ca. 2 m × 2 m, Tisch mit 30 DIN-A4 s/w-Kopien, Tribüne ca. 2 m breit und 1,50 m hoch, Raumansicht
The Swinging Gallerist, 2009, Video, Farbe, Loop, Podest: ca. 2 m × 2 m, Tisch mit 30 DIN-A4 s/w-Kopien, Tribüne ca. 2 m breit und 1,50 m hoch, Raumansicht
The Swinging Gallerist, 2009, Video, Farbe, Loop, Podest: ca. 2 m × 2 m, Tisch mit 30 DIN-A4 s/w-Kopien, Tribüne ca. 2 m breit und 1,50 m hoch, Raumansicht
Die Installation »The Swinging Gallerist« thematisiert die Situation der WCW-Gallery in Hamburg-Wilhelmsburg. Hauptbestandteil ist das vierminütige Video, das sich an berühmte amerikanische Musicals der 50er und 60er Jahre anlehnt. In dem Video ist ein junger Mann in einem Keller zu sehen, der auf der Suche nach einem bestimmten, »seinem persönlichen« Raum ist. Diesen Wunsch thematisiert er in seinem Gesang. Er durchschreitet den Keller, stößt aber nirgends auf einen geeigneten Raum, den er für sich nutzen könnte. Nach einem inneren Monolog erkennt er, dass er nur die Treppe hinaufgehen muss, um fündig zu werden. Er bezeichnet sich als swingenden Galeristen und tanzt in der vorgefundenen Galerie umher. Nach dem Tanz gerät er jedoch in eine zweifelnde Situation. Er fühlt sich einsam und verlassen und beschließt, sich Freunde zu suchen. Dazu kommt es jedoch nicht. Verkleidete Wesen stürmen in die Galerie und bedrohen ihn. Sie unterstellen ihm, er hätte die Räumlichkeiten von ihnen gestohlen. Selbstsicher streitet er alle Vorwürfe ab und verabschiedet sich, ohne dass ihm ein Haar gekrümmt wird. In der letzten Szene sieht man, wie die Füße des Galeristen den Erdboden mit einer Art Flugbewegung verlassen. Zweiter Bestandteil der Installation sind drei Module, die hintereinander neben der Leinwand angeordnet wurden: ein Podest, ein Tisch mit Kopien und eine Tribüne. Ein wichtiger Gedanke der Ausstellung war, die Themen der WCW-Gallery (z. B. Gentrifizierung, soziale Verteilungskämpfe, öffentlicher und privater Raum) an einen anderen Ort zu bringen, um diese aus der Entfernung zu untersuchen. Folgende Fragen waren für mich wichtig: Ist die geschaffene Galerie eine Bühne? Wenn ja, wer agiert auf ihr? Wer nimmt teil, und wer schaut nur zu, was wird zur Kulisse? Die Kopien auf dem Tisch sollten eine Art des Dialoges verkörpern. Dazu hatte ich unterschiedliche Arbeitsbeispiele von mir in Form von Bildern auf dem Tisch platziert, die sich mit Themen wie Aneignung, Arbeit, Profit, Independent Music und populärer Musik auseinandersetzen. Durch die lose Zusammenlegung war es unvermeidlich, dass sich diese unterschiedlichen Bereiche vermischten und in einen neuen Zusammenhang gebracht wurden.
Diplomprojekt, 2009
Künstler/in:
Björn Beneditz
Diplomstudium an der HFBK seit 2002
Abschluss 2009
Betreuung HFBK:
Prof. Michaela Melián
Studienschwerpunkt:
n.A.
weitere Projekte:
Dieser Punkt ist auch eine Fläche!, 2008
Kategorie:
Installation > Sonstiges